Zum Inhalt springen

Stärken und Schwächen im Polizei-Auswahlverfahren

Ehrlich statt auswendig: So sprichst du über dich, ohne dich kleinzumachen oder aufzublasen.
1. November 2026 durch
Stärken und Schwächen im Polizei-Auswahlverfahren
Einsatzklar

„Nennen Sie uns drei Stärken. Und eine Schwäche.“ Klingt harmlos. Ist aber eine der Fragen, bei denen am meisten Bewerber ins Schwimmen geraten.

Worum es bei der Frage wirklich geht

Niemand erwartet einen perfekten Menschen. Die Frage prüft etwas anderes: Kennst du dich? Kannst du ehrlich über dich sprechen? Und arbeitest du an dem, was noch nicht sitzt?

Genau das brauchst du später im Dienst. Wer seine Grenzen kennt, muss sie nicht überspielen. Er sichert sie ab. Darum geht es auch im Artikel Selbstvertrauen, das nicht wackelt.

Stärken: nicht behaupten, belegen

„Ich bin teamfähig, belastbar und kommunikativ“ sagt fast jeder. Glaubwürdig wird eine Stärke erst mit einem Beleg.

Eher schwach
„Ich bin sehr belastbar.“
Stärker
„Ich bleibe unter Druck eher ruhig. Als im Sportverein bei einem Turnier ein Spieler zusammengebrochen ist, habe ich den Notruf übernommen und die Zuschauer auf Abstand gehalten, bis der Rettungsdienst da war.“ (fiktives Beispiel)

Die Formel: Stärke + konkrete Situation + was du getan hast.

Schwächen: echt, aber nicht dramatisch

„Ich bin zu perfektionistisch“ ist die bekannteste Ausweichantwort. Sie wirkt einstudiert. Besser ist eine echte Schwäche, die den Beruf nicht grundsätzlich infrage stellt, und dazu, was du dagegen tust.

Stärker
„Ich unterbreche andere manchmal, wenn ich glaube, die Lösung schon zu kennen. Ich habe mir angewöhnt, in Gesprächen erst zusammenzufassen, was der andere gesagt hat, bevor ich antworte. Es klappt noch nicht immer, aber deutlich öfter.“ (fiktives Beispiel)

Die Formel: Schwäche + woran du sie merkst + was du konkret trainierst.

Was du vermeiden solltest

  • Schwächen, die im Dienst ein echtes Risiko wären, ohne Plan, was du dagegen tust.
  • Stärken ohne Beispiel.
  • Antworten, die du nicht ein zweites Mal genauso erzählen könntest, wenn jemand nachfragt.
  • Übertreibung in beide Richtungen.

Dein erster Schritt · die ehrliche Liste

Nimm dir fünf Minuten und schreib zwei Spalten: Was beherrsche ich verlässlich? und Wo bin ich noch nicht sicher? Sei konkret. Such dir aus jeder Spalte einen Punkt und schreib eine echte Situation dazu. Damit hast du deine Antwort.

Und dann?

Im Buch „Klarheit im Einsatz“ erkläre ich, wie begründetes Selbstvertrauen entsteht und warum es unter Druck trägt. Im Workbook arbeitest du deine eigene ehrliche Liste durch, mit Übungen nach dem Prinzip „Erst deine Antwort. Dann vergleichen.“

Weiterlesen, wo es ernst wird
Sicherheit, die du dir erarbeitet hast, nimmt dir keiner.
Buch + Workbook + 4 Extras im Paket · 32,80 € · sofort als PDF
Jetzt holenNur das Buch: 12,90 €

Noch nicht so weit? Hol dir den kostenlosen Mindset-Brief: alle 4 Tage ein Gedanke für Bewerber, Anwärter und junge Einsatzkräfte. Zum Start gibt es die Taschenkarte A5 gratis dazu.

„Warum wollen Sie zur Polizei?“
So beantwortest du die wichtigste Frage im Auswahlverfahren ehrlich und überzeugend.